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Feuerwehr Bünde. Ein Ehrenamt mit Herz & Verstand.

Bünde. mr.Flo war schon immer begeistert von der Feuerwehr. Schon als Kind wollte er Feuerwehrmann sein, wie viele Jungs. Nun geht er den Alltag des Bünder Feuerwehr Teams mal auf den Grund. Was bewegt die Team Mitglieder und warum gerade diese Berufswahl?

 

It´our life

Birthe Hartner, Julia Dreier, Kristina Bischoff-Lautenbach, Florian Wefelmeier, Marco Nichele, Jannik Wolff, Joshua Schäfer, Marco Schülke.

Es ist nachts, tief in der Nacht. Birthe Hartner schläft fest, als plötzlich der Ton des Melders sie aus allen Träumen reisst. Die 30jährige Bünderin: „Ein kurzer Schreck, das Adrenalin schnellt in die Höhe. Mein erster Gedanke fast immer: Oh, nee!!! Und dann raus aus den Federn.
Auf dem Weg ins Bad schnell lesen,was eigentlich los ist. Grundsätzlich muss ich erst einmal zur Toilette, denn man weiß nicht, wann die nächste Gelegenheit dazu kommt. Man sucht sich schnell irgendwas zum Anziehen, was, ist eigentlich völlig egal, Hauptsache halbwegs vollständig. Währenddessen wartet der ungeduldige Ehemann bereits mit laufendem Motor im Auto.

Bis zum Gerätehaus denke ich meist noch nicht viel. Irgendwie funktioniert man einfach. Anziehen, losfahren, ankommen, umziehen, einsteigen und erst dann … im Feuerwehrfahrzeug fängt mein Gehirn an zu arbeiten. Was wird uns erwarten? Ist dann immer der erste Gedanke, gefolgt von: Was kann ich auf der Fahrt schon vorbereiten?

Zum fit werden greife ich im Gerätehaus noch schnell nach einer Cola – den Rest übernimmt das Adrenalin.“
So beschreibt Birthe Hartner eindrucksvoll, wie es den acht Protagonisten unserer heutigen Reportage bei der Alarmierung ähnlich geht. Ein Hochfahren aus dem Nichts, ein Funktionieren ohne nachzudenken und Adrenalin ohne Ende. Denn es brennt, irgendwo brauchen andere Menschen  dringend Hilfe. Und dass die Frauen und Männer der Bünder Wehr dafür in kürzesten Augenblicken zur Stelle sind – das ist für unsere Birthe, Julia, Kristina, Florian, Jannik, Joshua und die beiden Marco einfach Ehrensache …
Wenn andere junge Leute feiern gehen – dann sind sie im Fall der Fälle für uns da! Heute widmen wir unser „It´s our life“ den Männern und Frauen, die sich mit einem gehörigen Stück Leib und Seele dem Ehrenamt verschrieben haben und hier speziell der Freiwilligen Feuerwehr in Bünde.

Für Kristina Bischoff-Lautenbach, 28jährige Feuerwehrfrau aus Bünde, war ein Brand in direkter Nachbarschaft in der Kindheit das Schlüsselerlebnis, für Julia Dreier gaben die positiven Erfahrungen beim Roten Kreuz den Ausschlag, während Marco Nichele ein ganz persönliches Erlebnis nicht mehr los ließ.
Der 32jährige Muckumer zur LIFE: „Am Weihnachtstag 2004 ist mein Papa plötzlich durch einen Herzinfarkt im Badezimmer zusammen gesackt. Meine Mutter und ich (damals 16 Jahre) standen ziemlich neben der Spur und waren hilflos. Also, 112 wählen, und irgendwie versuchen anzuwenden, was man so aus dem Erste Hilfe Kurs mitgenommen hatte. Als der Rettungsdienst und Notarzt ankamen, war ich heilfroh, dass erfahrene und uns doch fremde Menschen uns halfen. Dieses Erlebnis, dass sich Leute aufopfern, um Hilfe zu leisten, fand ich so gut, dass ich für mich persönlich entschieden habe, auch etwas in der Richtung zu machen.“ Heute ist Marco stellvertretender Löschgruppenführer in Muckum.
Allen gemein ist „unseren Acht“, dass der Dienst in der Freiwilligen Wehr ein Teil ihres Lebens geworden ist, ihm zu einem gewissen Maße einen Sinn gegeben hat.

Die Interviews zu allen acht jungen Menschen, im Ehrenamt der Bünder Feuerwehr, kannst du in der aktuellen Dezember Ausgabe der LIFE entdecken!

 

Warum könnt Ihr anderen jungen Leuten dieses Ehrenamt nur empfehlen?
Wollte wir abschließend wissen. Und bekamen wiederum acht tolle, beeindruckende Antworten.
Stellvertretend für alle sagt Kristina Bischoff-Lautenbach: „In der Feuerwehr treffen so viele Charaktere aufeinander und alle können viel voneinander lernen. Man ist im Team und meistert schweirige Situationen gemeinsam. Es bidlen sich persönliche Freundschaften und man entwickelt sich persönlich enorm weiter. Man übt das aus,w a sman kann. Und was man nicht kann, das nehmen dir andere wiederum ab. Es ist ein städniges Geben und Nehmen und man ist unheimlich stolz, ein Teil dieser großen Familie zu sein – um den Menschen um uns  herum zu helfen.“

„Die Reportage“ von Stefan Winter
Fotos von Joline Bräucker

info@touchwood.de

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