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Reisen in Corona-Zeiten: Laras Erfahrungen auf Mallorca

Eigentlich war das Jahr 2020 urlaubstechnisch komplett anders geplant. Eine Woche Sylt im Mai, eine Woche Fuerteventura im August und unser persönliches Highlight: eine Woche New York in der Vorweihnachtszeit. Doch dann kam alles irgendwie anders. Zu erst fiel unser Sylt-Urlaub aus, Anfang Juli bekamen wir eine Mail von unserem Reiseanbieter mit der Möglichkeit unsere Fuerteventura Reise stornieren zu können und unsere New York Flüge Anfang Dezember sind vor ein paar Tagen auch auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Wir haben uns im Juli dafür entschlossen unseren Sommerurlaub nicht ganz zu streichen, sondern diesen umzubuchen: und zwar nach Mallorca. Die Preise waren derart günstig, sodass wir für unsere neue Buchung nur die Hälfte das alten Reisepreises zahlen mussten.

 

Für fast ein und die selben Konditionen. Aber warum nicht Fuerteventura sondern jetzt Mallorca? Nun ja, wir wussten, dass die ganze Reise durch die Maskenpflicht sowieso nicht so angenehm werden wird, und uns kamen 2 1/2 Stunden Flugzeit entspannter vor, als knapp 5 Stunden nach Fuerteventura. Zudem kannten wir Mallorca schon aus damaligen Urlauben und wussten was uns dort erwarten wird.

Am 13. Juli ging es für uns auch schon los. Da unser Flug erst am 14. Juli recht früh morgens ging, verweilten wir die ganze Nacht am Flughafen in Hannover. Dort herrschte gähnende Leere und das lag nicht nur an der undankbaren Uhrzeit.

 

Nachdem wir uns die Nacht um die Ohren geschlagen hatten, ging es nun auch endlich ins Flugzeug. Das Flugzeug nach Palma de Mallorca war überraschend voll und somit war alles, bis auf das Masketragen, sehr gewöhnlich. Wir landeten unkompliziert und mussten kurz danach einen QR-Code vorzeigen, welchen wir in Deutschland bereits beantragt und ausgedruckt hatten. Mit diesem Code haben wir quasi bestätigt, dass wir aus keinem Risikogebiet kommen und keinen (bewussten) Kontakt mit einem Betroffenen hatten. Gerade in der Sommer-Hochsaison ist der Palma de Mallorca Flughafen sehr gut besucht, teilweise schon fast zu gut. Doch dieses Jahr herrschte auch hier gähnende Leere. Nun ging es ab in den Transfer-Bus und nach kurzer Zeit konnten wir auch schon in unser Hotel in Paguera einchecken.

Paar Tage vor unserem Urlaub hat die spanische Regierung eine verschärfte Maskenpflicht verordnet. Somit galt die Regel in der gesamten Öffentlichkeit eine Maske zu tragen. Mit Ausnahme am Strand. Und wo ging es wohl kurz nach der Ankunft als aller erstes hin? Richtig, zum Strand und unmittelbar danach in ein Restaurant – erstmal was essen.

 

Wir hatten uns vorher schon gut überlegt welche Strände wir uns anschauen wollten und waren uns früh einig 1-2 Tage ein Auto zu mieten. Und dies haben wir auch direkt am zweiten Tag gemacht. Mit einem roten Fiat 500 Cabrio ging es von Paguera zum Playa de Muro und danach zur Cala Romántica.

Die Abendende verbrachten wir entweder auf unserem Balkon oder wir schlenderten durch die Fußgängerzone von Paguera. Viele Bars, Restaurants und Geschäfte waren die ganze Saison über geschlossen, da sich eine Öffnung nicht lohnen würde. Das hat einem zum Teil auch das Herz zerbrochen, da ich Mallorca sonst sehr lebhaft kannte. Die Läden die jedoch auf hatten, waren mehr als bemüht und das Personal umso freundlicher und dankbarer. Allgemein kann ich behaupten, dass die Spanier Ihre Leichtigkeit und Lebensfreude in all der Zeit nicht verloren haben. Man hat vor Ort, und das trotz der verschärften Maskenpflicht, Corona auch eine Zeit lang ausblenden können. Etwas, was mir persönlich in Deutschland aktuell noch sehr fehlt.

Nach 7 wundervollen und erholsamen Tagen ging es (leider) wieder zurück nach Hause. Dort angekommen wurde man oft komisch angeguckt, wenn man von seinem tollen Sommerurlaub auf Mallorca erzählt hat.

 

Aber wenn mich jemand fragt ob ich es wieder so machen würde: ja, unbedingt. Es war bislang mein schönster Mallorca-Urlaub. Und das trotz Corona oder vielleicht auch gerade wegen Corona.

Ein Erfahrungsbericht und eine Meinung von Lara-Marie Mania.

hallo@mr-flo.life

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