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Wechselstimmung? Ja oder Nein?

Eine Einschätzung von Stefan Winter…

Die Frage ist, ob sich am Sonntag in der politischen Landschaft Bündes etwas ändert oder nicht. 21 Jahre „regiert“ die CDU im Rathaus, stellt den Bürgermeister. Zuerst Kleine-Döpke-Güse, dann 11 Jahre Koch. Sehen die Wähler vor allem die letzten Jahre als erfolgreich an oder meinen sie, Bünde könnte mehr?

Es wird entscheidend sein, ob die Stimmung für einen Wechsel da ist. Wenn ja, hätte sicherlich Susanne Rutenkröger die besten Chancen für den von ihr angekündigten „Neustart“. Wenn nicht, dann dürfte Martin Schuster, getragen u.a. auch von der FDP, das direkte CDU-Erbe antreten.

Seit Wochen stelle ich mir die Frage: Wechselstimmung? Ja oder Nein? Ja, denke ich oft, wenn ich mit Bürgern spreche. Dann heisst es immer wieder: In Bünde dauert alles ewig, vor allem die Projekte verzögern sich ständig. Die Innenstadt hat immer mehr Probleme, Bündes Strahlkraft nach außen hat von Jahr zu Jahr verloren. Und die Stadt sieht immer mehr runtergekommen aus.
 Aber ich treffe auch die, die sagen: mit Schuster kehrt frischer Wind ein, das ist wie ein kleiner Wechsel, nur nicht mit größerem Risiko. Diese Bürger betonen den guten Haushalt und erhoffen sich von ihm die lange vermisste Kommunikation,  Wirtschaftskontakte und Einsatzbereitschaft.


Umgekehrt sagen einige wieder, der Schuster saß doch schon Jahre lang im Rat in vorderster Reihe – warum hat er nicht da schon was gemacht? Und wieder umgekehrt meinen einige, Susanne Rutenkröger verspreche jetzt viel, werde aber bei einer Wahl durch eine zähe Mehrheitssuche gebremst. Und wieder andere setzen lieber gleich auf Stefanie Janßen-Rickmann von den Grünen, um auch die bald bei uns immer spürbarer werdenden Klimaprobleme anzugehen. Umgekehrt war sie manchem im Wahlkampf zu „offen“ in alle Richtungen.

Wofür stehen die Kandidaten? Rutenkröger sicherlich für Glaubwürdigkeit, Schuster für Energie, Janßen für Kommunikation, Darnauer für Bodenständigkeit und Höcker für Anders als die Anderen.


Wechselstimmung? 21 Jahre CDU sprechen dafür, der verjüngte CDU-Kandidat dagegen. Ich persönlich glaube aber, dass die Wahlkämpfer in Sachen Wahlentscheidung zu sehr den Focus auf die Innenstadt gelegt haben – in den Stadtteilen, auf den Dörfern, wird meiner Meinung nach die Wahl entschieden. Und die Menschen dort werden auch darüber abstimmen, ob sie sich genug wahrgenommen fühlen – von dem einen oder anderen Kandidaten. Es bleibt absolut spannend.

hallo@mr-flo.life

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